Transformation wandelt Spannung in Energie, Muster in Ausdruck. Sie geschieht nicht durch Willensanstrengung, sondern durch Resonanz. Wenn das, was festgehalten war, im Körper wieder ins Schwingen kommt, entsteht neue Gestalt. Transformation ist keine Technik, sondern eine Intelligenz des Lebens – sie folgt der Bewegung, die der Körper bereits kennt.
Glossar
Fluidität beschreibt die Fähigkeit, in Bewegung zu bleiben – selbst in Spannung. Ein fluides System kann Druck aufnehmen, ohne zu verhärten. Fluidität ist kein Chaos, sondern Anpassungsfähigkeit in Lebendigkeit. Sie zeigt, dass der Körper gelernt hat, Energie zu leiten statt zu blockieren. Im Re:imagine-Prozess ist Fluidität die Grundlage von Selbstregulation […]
Kompression bezeichnet einen Zustand, in dem der Körper unter anhaltender Spannung verdichtet wird. Sie entsteht, wenn Stress, Überforderung oder Zurückhaltung chronisch werden und das Nervensystem in dauerhafter Aktivierung bleibt. Die Faszien verlieren ihre Elastizität, die Atmung wird flacher, der Raum im Körper enger. Kompression ist nicht nur energetisch, sondern strukturell: […]
Entladung ist die Freisetzung von gebundener Energie. Sie geschieht, wenn Spannung gehalten, geachtet und nicht mehr kontrolliert wird. Entladung kann sich als Zittern, Weinen, Atmen oder Wärme zeigen – sie ist die Sprache des Nervensystems in Bewegung. Sie markiert den Übergang von Festhalten zu Fließen, von Kontrolle zu Selbstregulation.
Begreifen bedeutet, etwas leiblich zu erfassen. Es ist mehr als Verstehen – es ist Kontakt. Im Begreifen verbinden sich Denken und Spüren; die Hand, der Atem, das Bewusstsein greifen ineinander. Wenn der Körper begreift, entsteht Integration. Das Begreifen ist der Moment, in dem Erkenntnis im Körper landet.
Ein Muster sehen wir als eine wiederkehrende Antwort des Systems auf innere oder äußere Reize. Es entsteht aus Erfahrung und ist zunächst funktional – es gibt Struktur, Orientierung und Sicherheit. Disziplin, Pünktlichkeit, Verantwortungsbewusstsein: all das sind Muster, die Halt schaffen und Leben ermöglichen. Wird ein Muster jedoch rigide oder aus […]
Spannung ist gebundene Lebenskraft. Sie entsteht, wenn ein Impuls nicht vollendet werden konnte – sei es durch Schreck, Anpassung oder Unterdrückung. Wiederkehrende Spannung kann sich im Körper zu Mustern verdichten; bleibt sie lange bestehen, wird sie zur Blockade oder zu einer eingefrorenen Schutzreaktion. Spannung hat zugleich Information: Sie zeigt, wo […]
Gestalt ist das, was Form annimmt – und das, was wir gestalten. Sie ist sowohl Ergebnis als auch Prozess. Gestalt entsteht, wenn etwas Gestaltetes uns selbst wieder gestaltet. Im Re:imagine-Sinn umfasst sie auch die schöpferische Fähigkeit, Leben, Beziehungen und Zukunft zu gestalten – bewusst, anstatt unbewusst zu wiederholen.
Ein Bild ist mehr als eine Vorstellung – es kann als ein innerer Wahrnehmungsraum, in dem Empfindung, Erinnerung und Bedeutung zusammenkommen verstanden werden. Bilder können als Traum, Symbol, Vision oder spontane Imagination erscheinen. Sie sind Übertragungsflächen zwischen Körper und Bewusstsein, Brücken zwischen Erleben und Gestalten. Im Re:imagine-Prozess dienen Bilder als […]
Verkörperung bedeutet für uns, Erkenntnis in gelebte Erfahrung zu überführen. Ein Gedanke, den der Körper nicht erreicht, bleibt Konzept. Ein Gefühl, das nicht verkörpert wird, bleibt Erinnerung. Verkörperung ist kein Zustand, sondern ein Prozess, in dem Wahrnehmung, Bewegung und Bewusstsein miteinander in Einklang kommen. Sie kann sowohl bewusst geschehen als […]