Ein Muster sehen wir als eine wiederkehrende Antwort des Systems auf innere oder äußere Reize.
Es entsteht aus Erfahrung und ist zunächst funktional – es gibt Struktur, Orientierung und Sicherheit.
Disziplin, Pünktlichkeit, Verantwortungsbewusstsein: all das sind Muster, die Halt schaffen und Leben ermöglichen.
Wird ein Muster jedoch rigide oder aus Angst statt aus Bewusstheit aufrechterhalten, verliert es seine Beweglichkeit.
Dann wird es dysfunktional: Es reagiert automatisch, statt sich neu zu gestalten. Im Körper zeigt sich das als gleichbleibende Spannung, wiederkehrender Atemrhythmus oder eingefrorene Bewegungsbahn.
Muster sind damit eingeschrieben als Spuren im Körpergedächtnis – im Nervensystem, in der Muskulatur, in den Faszien und im Verhalten. Sie können sowohl Ressource als auch Grenze sein. Erkennen heißt: unterscheiden, welche Muster tragen – und welche festhalten.